Rheine. Das Thema Wasserstoff ist zurzeit in allen Medien präsent. Die Umwandlung von Wasserstoff in Energie in Form einer Brennstoffzelle ist aktueller denn je. Die Bundesregierung hat Ende Juni 2020 in einem neuen Förderprogramm allein neun Milliarden Euro zur Förderung der Zukunftstechnologie Wasserstoff bereitgestellt.

Während in anderen Regionen noch theoretisch über das Thema Wasserstoff gesprochen wird, hat sich in Rheine ein Unternehmen erfolgreich auf die Umsetzung dieser Technologie spezialisiert. Die Ben-Tec bietet mit seinen inzwischen elf Mitarbeitern Beratungsleistungen rund um das Thema Wasserstoff an. Um neben den Beratungsleistungen einen gesamtheitlichen Ansatz umsetzen zu können, präsentierte Firmengründer Sebastian Niehoff im Gespräch mit EWG-Geschäftsführer Ingo Niehaus nicht nur die Firma Ben-Tec, sondern auch die im Verbund mit weiteren Partnern geführten Unternehmen K+N sowie die H2POWERCELL. In diesem Dreiklang werden in Rheine und der Region wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen in Eigenregie geplant, entwickelt, produziert und beim Kunden eingebaut. Niehoff fährt selbst ein Wasserstoffauto und ist von der Technologie überzeugt: „Ein Beispiel sind die neidischen Blicke, wenn ich im Gegensatz zu Besitzern von E-Autos nach fünf Minuten mit einem vollgetankten Fahrzeug weitere 500 km fahren kann.“

Diese Technik, die gleichzeitig Wärme und Strom produzieren kann, baut Niehoff mit seinem Team auch in Ein- und Mehrfamilienhäusern oder ganzen Quartieren ein und erfreut sich großer Nachfrage. Neben Wohnimmobilien eignet sich die Technik selbstverständlich auch für die Industrie. Niehoff bestätigt, dass „die neuen Fördermittel des Bundes das Thema Wasserstoff auf eine völlig neue Ebene bringen“ und er mit der großen aktuellen Resonanz nicht gerechnet hat. Außerdem ergänzt Niehoff, dass sich aufgrund der neuen Fördermittel viele Wasserstoffprojekte ab dem ersten Tag rechnen. Das Thema Wasserstoff erwacht aus dem Dornröschenschlaf und ist aktuell auf jeder klimapolitischen Agenda. Die Nachfrage ist so groß, dass nicht alle Anfragen von den Mitarbeitern der Ben-Tec, K+N und H2POWERCELL zeitnah bearbeiten werden können – „was natürlich unser Anspruch ist“ ergänzt Niehoff.

„Wir sind sicher, dass das Thema in den nächsten Monaten und Jahren noch mehr Drive bekommen wird und wir freuen uns mit dabei zu sein“, resümiert Niehoff den aktuellen Zeitpunkt. EWG Geschäftsführer Ingo Niehaus bestätigt die Zukunftsfähigkeit dieser Technologie und ist sich sicher, dass in Rheine viele Akteure rund um das Thema Wasserstoff in den Startlöchern stehen.

PDF zum Download: PM_Wasserstoff